Die Nase juckt, es kratzt im Hals, der Bauch tut weh und schlafen können Sie auch nicht? Sie fühlen sich matt und erschöpft, sind jedoch nicht so krank, dass Sie zum Arzt müssten? Jetzt könnten Sie in die Apotheke rennen und sich allerlei Medikamente mit unschönen Nebenwirkungen zulegen, oder aber Sie entdecken die Outdoorfrau in sich, gehen raus in die Natur und machen sich auf die Suche nach Heilkräutern.

Bauchschmerzen und Übelkeit

Bei Bauchweh und Übelkeit helfen Kräutertees. Holen Sie sich eine handvoll Pfefferminzblätter und übergießen Sie diese mit kochendem Wasser. Nach etwa zehn Minuten können Sie den Tee in kleinen Schlücken trinken. Das gleiche Spiel können Sie auch mit Kamillenblüten machen. Sollten Sie von Übelkeit mit Brechreiz beherrscht werden, so nehmen Sie eine Ingwerwurzel zur Hand. Diese übergießen Sie wieder mit heißem Wasser, lassen Sie ziehen und trinken dann den Tee.

Halsweh und Husten

Husten und Halsweh sind gerade in der kalten Jahreszeit lästige Begleiter. Um die Schmerzen im Rachen zu lindern, können Sie ein Salbeiblatt lutschen und zerkauen, oder Sie gurgeln mit Salbeitee. Eine Methode um Husten in den Griff zu bekommen, ist ein Zwiebeltee. Hierfür nehmen sie etwa eine geviertelte Zwiebel und stellen aus dieser einen Tee her (siehe vorheriger Abschnitt). Das Getränk mischen Sie anschließend mit Weihnachtsgewürzen wie Anis, Nelken oder Zimt und trinken es.

Ohrenschmerzen

Zu einer richtig gemeinen Erkältung kommen neben Husten und Schnupfen oftmals Ohrenschmerzen dazu. Was Ihnen dabei Abhilfe schaffen kann, sind sogenannte Zwiebelsäckchen. Hierfür schneiden Sie eine Zwiebel klein und packen Sie in ein Stoffsäckchen oder einen befüllbaren Teebeutel. Legen Sie sich nun die Säckchen auf die Ohren und ziehen Sie eine Mütze darüber auf, damit sie nicht verrutschen können. Am besten Sie tragen die Säckchen über Nacht und waschen sich am nächsten Morgen die Haare, damit Ihre Kollegen Sie nicht schief anschauen.

Fotograf: Denk

Lavendel
Fotograf: Denk

Frauenleiden und Nervosität

Welche Frau kennt Sie nicht: Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden. Damit Sie die Tage dennoch entspannt verbringen können, gibt es den Frauenmanteltee. Dieser entkrampft den Unterleib und verringert ein Spannen in den Brüsten. Sollten Sie zudem an Schlafstörungen leiden oder unruhig sein,  hilft Lavendel. Sie können sich aus den lilafarbenen Blüten ein Duftsäckchen machen und neben Ihr Kopfkissen legen, oder Sie besorgen Sich ein Lavendelöl und tragen einige Tropfen auf Ihr Dekolleté auf. Schon schlafen Sie ganz ruhig und natürlich ein.

Insektenstiche

Zu guter Letzt ein Tipp für unterwegs. Sollten Sie bei einem Ausflug in eine Biene oder ein anderes Insekt treten, so können Sie mit Spitz- und Breitwegerich verhindern, dass der Stich anschwillt. Zerreißen Sie die Blätter möglichst klein, oder zerkauen Sie sie. Den austretenden Pflanzensaft geben Sie dann auf den Stich. Am besten  lassen Sie die Blätter auf der Einstichstelle und decken diese mit einem Verband oder Ähnlichem ab.

Jetzt kennen Sie die Natur-Apotheke und müssen nicht länger zu teuren Medikamenten greifen!

Ein Beitrag von Isabel Denk