Outdoorfrauen, holt eure Wanderklamotten aus dem Schrank – der Sommer kommt und die Berge rufen! Das A und O ist dabei der passende Wanderschuh. Zum Glück gibt es bereits spezielle Frauenmodelle, die optimal auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten sind. Damit kann der nächste Gipfel locker leicht bestiegen werden.

Auch auf Wanderwegen im Gebirge gilt für uns Outdoorfrauen: Das Outfit muss passen, auch die Schuhe. Viele vergessen aber, dass das vor allem bei den Schuhen nicht alles ist. Beim Kauf von Wanderschuhen ist es für uns Outdoorfrauen von großer Bedeutung, die physiologischen Unterschiede im Vergleich zu Männern zu berücksichtigen. Wir haben schmalere Füße, deshalb haben Wanderschuhe für Frauen kürzere Leistenbreiten als die von Männern. Das ist der grundlegende Unterschied zu normalen Wanderschuhen.

Die richtige Schnürung beugt schmerzhaftes Umknicken vor. So sieht ein perfekt geschnürter Wanderschuh aus. ; Foto: Hausladen

So sieht ein perfekt geschnürter Wanderschuh aus.; Foto: Hausladen

Häufige Fehler und Verletzungen

„Frauen achten leider oft zu stark auf das Design“, sagt Barry Roe, Fachverkäufer in der „Bergwelt Valtin“ in Ansbach. Die Passform ist dabei oft Nebensache. Falsche Socken und fehlerhafte Schnürung tragen schließlich zusätzlich dazu bei, dass die nächste Wanderung alles andere als angenehm für euch wird. Lästige Blasen oder schmerzhafte Bänderdehnungen durch Umknicken sind die häufigsten Verletzungen. Autsch!

So findet ihr den richtigen Wanderschuh

Outdoorfrauen aufgepasst! Beim Kauf eurer nächsten Wanderschuhe solltet ihr euch zuallererst darüber klar werden, welchen Zweck sie erfüllen sollen. Wollt ihr mit eurem Hund Gassi gehen, ausgedehnte Touren im Gebirge machen oder sogar mit Steigeisen in den Alpen klettern? Eine Kategorisierung von A bis D teilt die Schuhe in verschiedene Einsatzbereiche ein. A steht für kleinere Freizeittouren, AB für Wanderungen im Mittelgebirge. B ist für längere Touren in den Bergen geeignet, BC für ambitioniertes Trekking auf Klettersteigen. C symbolisiert einen Hochgebirgsschuh und D den ultimativen Hochgebirgsschuh für kritisches Gelände. Wenn ihr eine Entscheidung getroffen habt, könnt ihr euch durch das große Angebot an Schuhen durchprobieren. „Die Kategorien AB und B sind bei Frauen am gängigsten“, so Barry Roe.

Das passende Zubehör

Zum einen ist es sehr wichtig, dass ihr euch richtige Wandersocken besorgt. Dies sollen Funktionssocken und auf keinen Fall Socken aus Baumwolle sein. „Jeder Fuß hat 150 000 Schweißdrüsen, die bei einer Wanderung rund zwei Liter Wasser pro Stunde abgeben können“, erklärt Barry Roe. Wahnsinn! Deshalb ist es wichtig, dass die Socken den Schweiß nicht, wie es Baumwollsocken machen, speichern, sondern abgeben. Außerdem solltet ihr zusätzliche Einlegesohlen kaufen, falls ihr Platt- oder Hohlfüße habt. Und nehmt die Wanderschuhe am besten eine Nummer größer, damit eure Füße genügend Platz haben und es nirgends drückt. Wenn ihr all das berücksichtigt, steht eurer nächsten Wanderung nichts mehr im Wege. Viel Spaß in den Bergen liebe Outdoorfrauen und Berg heil!

Outdoorfrauen-Tipp: Falls es aber trotzdem zu schmerzhaften Blasen an den Füßen kommen sollte, findet ihr hier hilfreiche Tipps, wie ihr diese am besten behandeln könnt.

Ein Beitrag von Simone Hausladen