Ja, es gibt sie tatsächlich – die Rucksäcke nur für Outdoorfrauen. Wir haben uns mal schlau gemacht, worauf Frauen bei der Wahl ihres perfekten Rucksackes achten sollten und wo die Unterschiede zu Unisex Rucksäcken liegen.  Wir tragen sie nämlich stundenlang, manchmal sogar tagelang, auf unseren Schultern und dazu noch vollgepackt. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön auf den Rücken gehen. 

 

Funktionen eines Frauen  – Wanderrucksackes

Frauen haben meist einen schmaleren Oberkörper als Männer. Deshalb sind die Trägergurte bei den Rucksäcken für Frauen, wer hätte das gedacht, extra schmal geschnitten. Im Brustbereich verlaufen die Träger so, dass sie nicht drücken. Weiche Kantenabschlüsse und schmal auslaufende Trägerenden verhindern außerdem ein Scheuern unter den Achseln. Tragekomfort ist also garantiert. Kleine Brustgurte unterstützen Frau beim bergauf wandern. Sie verhindern, dass uns das Gewicht des Rucksackes nach hinten zieht.

Der Rücken ist bei Frauen oftmals kürzer, als bei  Männern. Aus diesem Grund sind auch hier die Tragesysteme ein wenig kürzer geschnitten. Alles ist also perfekt auf den Körper der Frau abgestimmt.

Der Hüftgurt sollte sich der weiblichen Hüfte optimal anschmiegen, damit keine lästigen Druckstellen entstehen. Deshalb muss der geschlossene Hüftgurt einen Kegel formen. Dies ermöglichen die geschwungenen Hüftgurte. Besonders zu beachten gilt –  die Hüftflossen müssen mittig auf dem Hüftknochen liegen.

Rucksäcke für Frauen gibt es in vielen Farben und manchmal auch mit Blümchen;)

Rucksäcke für Frauen gibt es in vielen Farben und manchmal auch mit Blümchen;) Foto: Nicole Lüling

Das Rückensystem

Falls ihr euch schon mal gefragt habt, was dieses „Netz“ auf der Rückenseite ist – ganz einfach, es ist das „Air- Comfort – System“. Das ist allerdings, wegen des Gewichtes,  nur bei kleinen Rucksäcken zu finden. Der Rucksack liegt nicht direkt auf dem Rücken und die Luft kann schön zirkulieren. Bei höheren Temperaturen  kann das goldwert sein. Soll die Wanderung dann aber doch etwas länger werden, muss, klar,  eine richtige Rückenpolsterung her, auch das „Air – Contact – System“ genannt. Das Rucksackgewicht wird dadurch klasse gedämpft und ist besonders schonend für unseren Rücken.

Die Rucksackaufteilung

Ein typisches Problem: Wir suchen etwas in unserem Rucksack und natürlich, es liegt  ausgerechnet ganz unten. Also erstmal alles raus aus dem schlau gepackten Rucksack, um nachher alles mühselig wieder einzupacken. Gute Nachricht, denn einige Rucksäcke haben mittlerweile eine, nennen wir es mal, Reisetaschenfunktion. Eine grandiose Erfindung. Mittig ist die Reißverschlussöffnung auf der Vorderseite des Rucksackes angebracht und Outdoorfrau kommt super an jede Kleinigkeit heran. Oben auf dem Rucksack, unter dem „Deckel“, ist ein abgetrenntes Fach für Wertsachen. Im unteren Teil ist ein weiteres abgetrenntes Fach. Hier empfiehlt es sich, den Schlafsack unterzubringen. Grundsätzlich sollte man schwere Sachen aber mittig verstauen. Viele Rucksäcke sind nicht wasserdicht, sondern nur wasserabweisend. Jeder Rucksack ist daher mit einem Regencape versehen. Einfach drüber stülpen und die Wanderung kann auch bei schlechtem Wetter weitergehen.

Bei einer Wanderung oder einem Urlaub im Freien kommt es aber nicht nur auf den passenden Rucksack an, nein, auch auf den richtigen Wanderschuh und Schlafsack sollte Frau viel Wert legen. Dann wird der nächste Outdoortrip garantiert pannenfrei.

Ein Beitrag von Nicole Lüling