Pilze zu sammeln verhilft Outdoorfrauen nicht nur zu einer schmackhaften Mahlzeit. Neben Bewegung und frischer Luft hat die Suche nach den versteckten Kostbarkeiten fast schon meditative Wirkung. Ungeduldige müssen nicht unbedingt bis zur Hauptsaison warten.

Ausflug ins Grüne

Bevor Anfänger sich in den Wald begeben ist unbedingt intensive Recherche nötig. Welche Pilze finde ich in den benachbarten Wäldern? Welche sind genießbar? Diese Fragen beantworten Fachliteratur und Pilzberatungsstellen, deren Kontaktdaten Sie von örtlichen Behörden erhalten. Ansonsten sind die wichtigsten Utensilien ein scharfes Messer, um die Pilze abzutrennen, wetterfeste Kleidung und am besten ein luftdurchlässiges Transportbehältnis. Geeignet sind Jutebeutel und Bastkörbe. Dringend abzuraten ist von Plastiktüten. Unabhängig davon, dass die chemisch hergestellten Taschen nichts im Wald zu suchen haben, werden die Pilze in der stickigen Tüte schnell matschig. Wenn ein Pilz gefunden und vorerst als essbar identifiziert ist, kommt das Messer zum Einsatz. Der Stiel des Waldpilzes sollte vorsichtig durchtrennt werden. Alternativ kann der Pilz auch behutsam aus dem Erdboden gedreht werden. Die Hauptpilzsaison startet im Spätsommer und zieht sich bis in den Herbst. Es gibt aber auch einige Arten die über den Rest des Jahres verteilt gesammelt werden können.

Winterpilze

Wer nun Lust auf die Pilzsuche bekommen hat und sich sofort in den Wald begeben will, der sei beruhigt. Glücklicherweise gibt es auch sogennante Winterpilze. Auch wenn es unterschiedliche Ansichten über ihre Qualität, ihr Aussehen und ihren Geschmack gibt, so wachsen sie doch ungestört in der kalten Jahreszeit. Klassiker der Winterpilze sind zum Beispiel der Gemeine Samtfußrübling und der Austerpilz. Sie gedeihen hauptsächlich an Baumstämmen und Ästen. Doch Vorsicht – auch bei der Winterpilzsuche gilt: Intensive Recherche ist unbedingt erforderlich! Wer sich nach dem Durchstöbern seiner Pilzauslese nicht sicher ist, was im Sammelkorb gelandet ist oder eventuelle Giftpilzpendants ausgemacht hat, sollte unbedingt einen Pilzexperten mit dem verdächtigen Exemplaren aufsuchen.