Bei einem Ausflug ins Grüne wollen Wanderer und Sportler vor allem eines genießen: Grüne, unberührte Naturidylle und gute Luft. Doch nicht selten kommt es vor, dass man outdoor auf Unschöne, meist gar nicht so naturbelassene Plätze trifft. Immer wieder werfen Menschen hier ihren Müll weg oder zertrampeln arglos seltene Pflanzen und Biotope. Was die Outdoorfrau beachten sollte, wenn sie draußen unterwegs ist, haben wir in einigen Basic-Regeln  für Sie zusammengefasst.

Pilze sammeln

Klar, ein echtes Highlight für jeden Naturfreund ist die alljährliche Pilzsaison. Statt in Plastik abgepackte Pilze billig im Supermarkt zu kaufen, bietet es sich an, im nächsten Waldstück selbst auf die Suche nach Steinpilzen, Pfifferlingen und co. zu gehen. Aber was muss ich dabei beachten?

  • Wichtig ist, ich darf nur so viele Pilze sammeln, wie ich für meinen Eigenbedarf benötige. Pilze im mehrstelligen Kilobereich zu pflücken, ist verboten. Wie viel ich konkret sammeln darf, ist von Region zu Region unterschiedlich, deshalb sollte sich die Outdoorfrau vor dem Sammeln darüber informieren.
  • Um die Natur zu schonen und die Pilzbestände nicht für immer zu vernichten, muss man die Pilze am Stil abschneiden. Niemals mit der Wurzel herausreißen, sonst werden im nächsten Jahr an dieser Stelle keine mehr wachsen.
  • Verboten ist außerdem der Verkauf der Pilze, beispielsweise an Restaurants. Hier gilt wieder die Regel: Nur so viel sammeln, wie man für sich selbst zum Verzehr benötigt!

Outdoor aufs Klo

Wer lange Touren im Grünen unternimmt, rechnet nicht damit, irgendwann eine Toilette zu finden. Wenn man im Wald sein Geschäft verrichtet, gibt es einige nützliche Tipps und Regeln, die die Natur auch für andere Outdoorfans sauber halten:

  • Exkremente nach dem Klogang in einem kleinen Loch verbuddeln, so wird zum einen die Zersetzung beschleunigt und zum anderen hält es den Wald sauber und der nächste Wanderer muss nicht hineintreten oder sich vom Anblick verschrecken lassen.
  • Die meisten Leute haben zur Körperpflege Taschentücher dabei. Diese sollte man allerdings nicht arglos im Wald liegen lassen, sondern in einer Plastiktüte wieder mitnehmen, da das Papier recht lange für seine Zersetzung braucht.

Zelten in der freien Natur

Das ist in Deutschland grundsätzlich verboten.

  • Auch wenn die Tour über Tage dauert, und kein Zeltplatz in Sicht ist, darf man sein Zelt nicht einfach abseits der ausgewiesenen Bereiche aufschlagen. Wildcamper werden in Deutschland bestraft.
  • Was erlaubt allerdings erlaubt ist, ist in einem Schlafsack oder Biwaksack (wichtig: Kein Biwakzelt!) auf der nackten Erde zu übernachten. Sollte man also einmal vor Einbruch der Dunkelheit keinen Zeltplatz mehr erreichen, ist das eine legale Alternative zum Zelten. Achtung: In Naturschutzgebieten, Biosphärengebieten, oder Landschaftsschutzgebieten kann auch das Nächtigen ohne Zelt verboten sein. Hier gilt: Nach den örtlichen Regeln informieren!

Betreten von Wiesen und Äckern

Die Natur erkunden – Manchmal packt einen beim Wandern die Entdeckerlust und man entscheidet sich abseits der ausgeschilderten Wege querfeldein über Wiesen zu wandern. Doch ist das überhaupt erlaubt?

  • Jein, es kommt darauf an, zu welcher Jahreszeit Sie über Wiesen laufen wollen. Gemäß dem Bayerischen Naturschutzgesetz, Artikel 25, Absatz 1 ist es vom 1.April bis zum 1.Oktober grundsätzlich verboten Wiesen und Ackerflächen zu betreten. In dieser Zeit sollen die Nutzflächen zur Erntegewinnung vor Trittbelastungen geschützt werden.
  • Die Schutzzeiträume sind von Region zu Region unterschiedlich. In jedem Fall ist es besser, sich schon vor dem Outdoortrip über diese Zeiten zu informieren.